Canusol

Steinwolle

Erläuterungen zu Steinwolle als Zuchtsubstrat sowie wichtige Hinweise für eine sachgerechte Anwendung

Arbeiten mit Steinwolle – Grundsätze

Steinwolle ist in der konventionellen Landwirtschaft ein weit verbreitetes Zuchtsubtrat. Sie weist im Vergleich zu anderen Zuchtsubstraten eine sehr hohe Wasserspeicherkapazität auf. Um Cannabis erfolgreich in Steinwolle züchten zu können, muss dieser Substrateigenschaft deshalb besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Durch die konsequente Einhaltung spezifischer Grundsätze kann Steinwolle jedoch ein äußerst effizientes und sauberes Substrat für die kommerzielle Cannabiszucht sein. 

Sanitizing Agent verwenden

Aufgrund der hohen Wasserspeicherkapazität von Steinwolle besteht unter unsachgemässer Handhabung die Möglichkeit des Auftretens von Wurzelfäule. Aus diesem Grund sollte bei der Verwendung von Steinwolle grundsätzlich immer mit einem Sanitizing Agent wie SanaCan gearbeitet werden.

Keine organischen Düngemittel

Um die Wirksamkeit des Sanitizing Agent zu gewährleisten wird zudem dringend von der Verwendung organischer Düngemittel abgeraten. Dazu zählen auch Produkte wie Wurzelstimulatoren, die in der Regel Huminsäuren enthalten. Oxidierend wirkende Stoffe entfalten ihre Wirkung an allen organsichen Stoffen, wodurch bei der Verwendung organischer Düngemittel die Wirkung verfällt, bzw. nicht gewährleistet werden kann das im Substrat und der Nährlösung enthaltenen Bakterien effektiv bekämpft werden können.

Steinwolle vorbereiten

Steinwollsubstrate müssen entsprechend vorbereitet werden um von Anfang an optimale Wachstumsbedingungen garantieren zu können. Spezifische Vorgehensweisen sind dem One-Pager zu entnehmen. 

Dry-Backs verstehen & berücksichtigen

Wie erwähnt weist Steinwolle eine hohe Wasserspeicherkapazität auf. Dies kann bei ausgewachsenen Cannabispflanzen durchaus von Vorteil sein, gerade bei Jungpflanzen besteht darin jedoch eine mögliche Ursache für Komplikationen.

Jungpflanzen haben zu Beginn nur wenige Wurzeln und folglich einen geringen Wasserverbrauch. Dadurch bleibt das Steinwollsubstrat lange (oft zu lange) sehr nass. Als Folge wird das Wachstum gehemmt, die Wahrscheinlichkeit von Nährstoffdefiziten steigt (verlangsamte Aufnahme aufgrund unzureichender Mengen an Sauerstoff im Substrat), sowie die Gefahr von Wurzelfäule steigt rapide an. 

Gerade unerfahrene Züchter scheitern oft in dieser Phase und überwässern ihre Pflanzen, bzw. scheitern daran Konditionen zu schaffen in denen das Substrat in kurzer Zeit hinreichend Wasser verliert. Aus diesem Grund sind insbesondere bei der Verwendung von Steinwolle als Zuchtsubstrat Konditionen zu schaffen die rasche Dry-Backs (Wasserverlust des Substrats) ermöglichen. 

Dazu zählen angemessene Raumtemperaturen, optimierte LVPD-Werte, gesunde Cannabispflanzen, eine ausreichende Luftzirkulation, sowie insbesondere ein Steinwollformat das der Grösse der Cannabispflanze entspricht. 

Steinwolle bewässern

Steinwolle wird aufgrund seiner Eigenschaften anders bewässert als andere Substrate. 

Automatische Bewässerung

Steinwolle wird im Optimalfall mit Drippern bewässert. Zwar können in der Theorie auch Ebbe-und Flutsysteme verwendet werden, dies wird jedoch mittelfristig zu einer Versalzung der Substrates führen. Um den EC-Wert im Substrat konstant zu halten wird deshalb ausschließlich die Verwendung von Drippern empfohlen. 

Respiration before Irrigation

Steinwolle wird erst bewässert nachdem die Lampen ca. 1-2h eingeschaltet sind. 

Bewässerungsstrategie

Wenn Steinwolle mit Drippern bewässert, kommt eine spezifische Bewässerungsstrategie zum Einsatz. Dabei werden jeweils shots a 3% des Substratvolumens verabreicht und nicht die gesamte beabsichtigte Giessmenge. Zwischen den shots a 3% wird jeweils eine Pause von ca. 30 min eingeplant. So kann gewährleistet werden das die Steinwolle auch horizontal die Nährlösung optimal aufnimmt. Dieser Vorgang wird so lange verfolgt bis das Substrat voll aufgesaugt ist und ca. 20% Run-Off anfallen.

Dies geschieht wie erwähnt 1-2h nachdem die Lampen eingeschaltet wurden. 

Erneute Shots während Lichtphase

Während der Lichtphase können beim erreichen eines spezifischen Dry-Backs zusötzliche Shots verarbeicht werden. Dadurch kann garantiert werden dass die Pflanzen während dem die Lampen brennen ein Maximum an frischer Nährlösung zur Verfügung haben. 

Run-Off erzeugen

Um den EC-Wert im Substrat auf einen angemessenen Niveau zu halten und einer Versalzung zu verhindern ist entscheiden täglich ca. 2o% mehr Nährlösung zu verabreichen als das Substrat effektiv aufnehmen kann. 

Erste zwei Dry-Backs nach Einsetzen

Wenn eine Cannabispflanze in ein frisches Steinwollsubstrat umgesetzt wird, sollte das Substrat für die ersten zwei Giesszyklen stark angetrocknet werden lassen. Dadurch kann zum einen verhindert werden dass das Substrat wie erwähnt zu lange nass bleibt und zudem wird durch den leichten Trockenstress das Wurzelwachstum stimuliert. Für die ersten 2 Giessvorgänge können Dry-Backs von jeweils ca. 50% angestrebt werden. 

Canusol

Canusol ist ein in der Schweiz ansässiges Unternehmen, das sich auf die Fabrikation von Düngemitteln für die Cannabisindustrie spezialisiert hat. Tiefgreifende Kompetenz in der Cannabiszucht zeichnet Canusol aus. 

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