Viele Anfänger setzen Cannabis direkt in den Endtopf, weil es einfacher wirkt. In der Praxis ist mehrfaches Umtopfen aber oft besser. Junge Pflanzen entwickeln in kleineren Töpfen schneller ein dichtes Wurzelsystem und nutzen das Substrat gleichmäßiger aus.
Ein zu großer Topf bleibt am Anfang oft zu lange nass, weil die kleine Pflanze noch nicht genug Wasser verbraucht. Dadurch kann zu wenig Sauerstoff im Wurzelbereich entstehen, was das Wachstum bremst. Mit passenden Topfgrößen lässt sich das Gießen deutlich einfacher kontrollieren.
Umtopfen gibt der Pflanze Schritt für Schritt mehr Platz. Sobald der aktuelle Topf gut durchwurzelt ist, kann sie in den nächsten Topf gesetzt werden. So bleibt das Wachstum stabil und die Pflanze kann sich besser entwickeln.
Als einfache Orientierung funktioniert bei Indoor-Grows oft ein Ablauf von etwa 0,25–1 Liter, danach 3–4 Liter und zum Schluss 6–11 Liter als Endtopf. Die genaue Größe hängt davon ab, wie groß die Pflanze werden soll und wie viel Platz im Growraum vorhanden ist.
Beim Umtopfen sollte der Wurzelballen möglichst zusammenbleiben. Die neue Erde wird locker vorbereitet, die Pflanze vorsichtig eingesetzt und danach leicht angegossen. Die Erde soll guten Kontakt zum Wurzelballen haben, aber nicht festgedrückt werden.
Wichtig ist auch das Timing. Umtopfen sollte einige Tage vor stressigen Schritten wie dem Lichtwechsel auf 12/12 passieren. Während der Blüte sollte möglichst nicht mehr umgetopft werden, weil die Pflanze dann ihre Energie in die Blütenbildung stecken soll.
Mehrfaches Umtopfen hilft dabei, starke Wurzeln aufzubauen, Überwässerung zu vermeiden und das Wachstum besser zu kontrollieren. Statt direkt in den größten Topf zu starten, ist es meist sinnvoller, die Topfgröße Schritt für Schritt zu erhöhen.
Im nächsten Abschnitt schauen wir uns an, wie Cannabis in Erde richtig gegossen wird und warum zu viel Wasser häufiger Probleme macht als zu wenig.