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Deep Water Culture

Ein DWC-System (Deep Water Culture) besteht im Wesentlichen aus einem Eimer mit Deckel. In den Deckel wird ein Netztopf eingesetzt, der idealerweise mit Blähton-Kugeln gefüllt ist. Der Eimer wird mit Wasser gefüllt, und eine Luftpumpe reichert das Wasser mit zusätzlichem Sauerstoff an. Auf diese Weise wachsen die Cannabis-Wurzeln direkt im Wasser und erhalten optimale Bedingungen für außergewöhnlich schnelles Wachstum.

Werden alle relevanten Parameter korrekt eingestellt, sind DWC-Systeme für Cannabis nicht nur besonders effizient, sondern auch vergleichsweise wartungsarm. In Kombination mit den beeindruckenden Wachstumsraten macht dies die Deep Water Culture zu einer der spannendsten Methoden, um Cannabis erfolgreich anzubauen.

Technische Ausstattung für DWC-Cannabis-Systeme

Geeignete Behälter für Cannabis im DWC-System

Es sollten undurchsichtige Eimer verwendet werden, um Algenbildung im DWC zu verhindern. Licht schädigt die Wurzeln selbst nicht direkt, wie oft behauptet wird, aber die Entstehung von Algen ist unerwünscht. Zum einen verunreinigen Algen das System, zum anderen verbrauchen sie Nährstoffe, die eigentlich den Cannabis-Pflanzen zur Verfügung stehen sollen.

Die Eimer sollten ein Fassungsvermögen von 10 bis 30 Litern haben. Grundsätzlich gilt: Je größer der Eimer, desto stärker ist das ohnehin enorme Wachstumspotenzial in Cannabis-DWC-Systemen. Gleichzeitig sorgt ein größeres Volumen für einen größeren Wasser- und Nährstoffspeicher, wodurch sich die Intervalle für Wasserwechsel und Nachfüllen verlängern.

Wer mehrere Pflanzeneimer im Einsatz hat, sollte diese miteinander verbinden und Umwälzpumpen nutzen, damit die Nährstofflösung für Cannabis ständig zirkuliert. Auf diese Weise muss nur eine Nährstoffmischung angesetzt werden, und alle Pflanzen wachsen unter identischen Bedingungen.

Im Gegensatz zur Luft fehlt es den Cannabis-Wurzeln im Wasser an ausreichend Sauerstoff für optimales Wachstum. Aus diesem Grund wird das Wasser mithilfe von Sauerstoff- bzw. Luftpumpen angereichert. Canusol empfiehlt im Optimalfall einen Luftdurchfluss von 1 l/min pro 5 Liter Wasservolumen, um eine optimale Sauerstoffanreicherung im DWC-System sicherzustellen. Es können jedoch auch mit deutlich tieferen Durchflussraten bereits sehr gute Ergebnisse erzielt werden.

Achte darauf, die Schlauchlänge so kurz wie möglich zu halten. Das kann die Effizienz der Sauerstoffpumpen im DWC-System deutlich verbessern.

Blähton als Substrat im Netztopf – Vorbereitung & Einsatz

Fülle den Netztopf, in dem die Pflanzen eingesetzt werden, mit Blähton (Hydroton / expanded clay). Der Blähton muss vor der Verwendung gründlich gewaschen und gepuffert werden, da er von Natur aus stark alkalisch ist. Dazu wird der gewaschene Blähton für 24 Stunden in Wasser mit einem pH-Wert von 5,0 eingeweicht. Falls nötig, wiederhole den Vorgang, bis ein stabiler pH-Wert von 5,8–6,0 erreicht ist.

Dieser Vorbereitungsschritt ist unbedingt einzuhalten, auch wenn der Kontakt des Blähtons mit der Nährstofflösung im DWC-System nur gering ist. Andernfalls steigt der pH-Wert in den ersten Tagen mehrfach stark an, was unbedingt verhindert werden muss.

Am besten setzt man die jungen Cannabis-Pflanzen entweder in kleine Anzuchtblöcke oder direkt nach der Bewurzelung der Stecklinge in den Netztopf ein.

Wichtige Parameter im DWC-Cannabis-Anbau

Optimales Wasser-Füllniveau im DWC

Fülle die Eimer mit Nährstofflösung bis etwa 1–2 cm unterhalb des Netztopfs. Diese Höhe ist auch direkt nach dem Einsetzen der Pflanzen ausreichend. Zu diesem Zeitpunkt reichen die Cannabis-Wurzeln noch nicht durch den Netztopf in die Nährstofflösung, doch die hohe Luftfeuchtigkeit im Inneren des Eimers hält den Blähton (expanded clay) ausreichend feucht. So können die Wurzeln innerhalb kurzer Zeit problemlos aus dem Netztopf in die Lösung hineinwachsen. Versuche, diesen Füllstand im DWC-System möglichst konstant zu halten.

Ideale Wassertemperatur für Cannabis im DWC

Die Wassertemperatur ist einer der wichtigsten Faktoren für optimales Wachstum im DWC-System. Pflanzen nehmen Nährstoffe in warmem Wasser zwar besser auf als in kaltem Wasser, allerdings kann kaltes Wasser mehr Sauerstoff speichern. Außerdem werden Krankheitserreger in kühlerem Wasser unterdrückt, da die höhere Sauerstoffsättigung und die größere biologische Trägheit das Risiko senken. Besonders Wurzelfäule (Root Rot) ist ein häufiges Problem beim Cannabis-Anbau im DWC.
Aus diesen Gründen sind kühlere Temperaturen zu bevorzugen. Optimal ist eine Wassertemperatur zwischen 16–20 °C. Auch ein Anbau bei höheren Temperaturen ist möglich, jedoch steigt dabei das Risiko für Krankheiten. In diesem Fall solltest du die Wurzeln regelmäßig auf Anzeichen von Wurzelfäule kontrollieren.

Tipps zur Regulierung der Wassertemperatur im DWC

  • In der Regel ist die Wassertemperatur durch die Raumverhältnisse zu hoch.

  • Die einfachste Lösung ist der Kauf eines Durchlaufkühlers (Flow Cooler) – allerdings sind diese teuer und erhöhen zusätzlich die Energiekosten.

  • Decke die Eimer mit weißer Folie ab oder nutze gleich weiße Eimer, um mehr Licht zu reflektieren und Aufheizung zu vermeiden.

  • Stelle die Eimer direkt auf den Boden, damit ein Teil der Wärme über den Boden abgeführt wird.

  • Nutze, wenn möglich, die Sauerstoffpumpen, um kalte Luft ins System zu leiten.

  • Senke die Raumtemperatur in den unteren Toleranzbereich der optimalen Bedingungen.

Wasserqualität im DWC-System – Leitungswasser & Umkehrosmose

Wenn dein Leitungswasser hart ist (EC-Wert > 0,5 mS/cm), solltest du die Anschaffung einer Umkehrosmoseanlage (Reverse Osmosis System) in Betracht ziehen. Hartes Wasser neigt zu stärkeren pH-Schwankungen, da zugesetzte Säuren durch Karbonate neutralisiert werden. Dies kann die Stabilität der Nährstofflösung im DWC-System für Cannabis erheblich beeinträchtigen.

Stabiler pH-Wert im DWC-System für gesundes Wachstum

Achte darauf, dass der pH-Wert im DWC-System zwischen 5,5 und 6,0 liegt. Ein unbeabsichtigter Anstieg des pH-Werts kann drei Ursachen haben:

  1. Karbonate im Leitungswasser neutralisieren H⁺-Protonen, wodurch der pH-Wert steigt.

  2. Bei schnellem Wachstum der Cannabis-Pflanzen können pH-Schwankungen durch die Aufnahme bestimmter Nährstoffe entstehen.

  3. Der Blähton im Netztopf wurde nicht korrekt gepuffert und beeinflusst dadurch den pH-Wert.

Um den pH-Wert stabil im gewünschten Bereich zu halten, empfiehlt sich der Einsatz von SiliCan. Dieses Additiv liefert nicht nur wertvolles Silizium, das die Pflanzen stärkt, sondern verfügt auch über eine sehr starke Pufferkapazität. Dadurch eignet es sich hervorragend für Hydroponik- und DWC-Systeme, da es den pH-Wert zuverlässig stabilisiert und Schwankungen effektiv ausgleicht.

Dünger & Empfohlene EC-Werte für Cannabis im DWC-Anbau

Viele Cannabiszüchter arbeiten in DWC-Systemen mit vergleichsweise niedrigen EC-Werten. Das ist durchaus praktikabel und hat sich auch etabliert. Dennoch kann Cannabis im DWC-Anbau problemlos auch mit moderat-hohen EC-Werten kultiviert werden.

Voraussetzung ist allerdings, dass alle relevanten Parameter – sowohl im DWC-System selbst als auch in Bezug auf Klima und Beleuchtung – optimal eingestellt sind. Unter diesen Bedingungen lassen sich noch höhere Wachstums- und Ertragsleistungen erzielen.

Canusol empfiehlt daher erfahrenen Züchtern, die Angaben der Liquid Mineral Hydro Line oder der Powder Mineral Hydro Line im Verhältnis 1:1 zu übernehmen. Wer sich damit noch nicht ganz sicher fühlt, kann zunächst mit rund 75 % der angegebenen Düngermengen arbeiten. Dadurch bleibt ein größerer Fehlerpuffer, sodass kleinere Abweichungen keine Konsequenzen haben.

Handhabung & Pflege des DWC-Systems

Nährstofftank im DWC richtig wechseln

Wechsle den Nährstofftank im DWC-System wöchentlich, anstatt nur Dünger nachzufüllen, wenn der EC-Wert sinkt. Falsches Vorgehen kann zu ungleichmäßigen Nährstofflösungen führen und die Stabilität des Systems gefährden.

Warum keine organischen Dünger im DWC?

Canusol empfiehlt, den Einsatz von Düngern mit organischen Bestandteilen in DWC-Systemen für Cannabis sehr kritisch zu betrachten. Zwar können organische Biostimulanzien wie Huminsäuren und Fulvosäuren das Wurzel- und Pflanzenwachstum positiv beeinflussen, ihr Einsatz birgt jedoch erhebliche Risiken.

Der Grund: Mit organischen Düngern ist der wirksame Einsatz von Oxidationsmitteln wie Wasserstoffperoxid oder hypochloriger Säure nicht mehr möglich. Diese Substanzen werden normalerweise genutzt, um Nährstofflösungen, Leitungen und Substrate frei von Bakterien zu halten und die Pflanzen vor Krankheitserregern zu schützen. Die oxidierende Wirkung beschränkt sich jedoch nicht nur auf Keime oder Bakterien, sondern wirkt auch auf alle organischen Bestandteile – einschließlich der organischen Dünger.

Damit ist die präventive Anwendung von Oxidationsmitteln im DWC-System ausgeschlossen, sobald organische Dünger verwendet werden. Aus diesen Gründen empfiehlt Canusol, in Hydroponik- und DWC-Systemen für Cannabis grundsätzlich auf organische Düngemittel zu verzichten und stattdessen dauerhaft Oxidationsmittel einzusetzen, um Pathogene in der Rhizosphäre effektiv zu verhindern.

Wurzelfäule & Hygiene im DWC-System

Wurzelfäule (Root Rot) gehört zu den häufigsten Problemen beim Cannabis-Anbau in DWC-Systemen. Die Erreger sind zwar in jedem Anbausystem vorhanden, führen jedoch nur dann zu Krankheit, wenn die Bedingungen ihre Ausbreitung begünstigen und das Immunsystem der Pflanze geschwächt ist. Hauptursachen sind vor allem zu hohe Wassertemperaturen, die ein anaerobes Milieu in der Nährlösung schaffen, in dem sich Pathogene schnell vermehren.

Um dies zu verhindern, sind präventive Maßnahmen unverzichtbar:

  • Halte die empfohlenen Wassertemperaturen konsequent ein.

  • Sorge für eine ausreichende Sauerstoffversorgung der Wurzeln.

  • Verzichte auf Dünger mit organischen Bestandteilen.

  • Verwende lichtundurchlässige Eimer, um Algenwachstum und Mikroorganismen zu vermeiden.

  • Wechsle den Nährstofftank regelmäßig, um die Bakterienlast zu reduzieren.

Besonders wirkungsvoll ist der Einsatz eines oxidierenden Desinfektionsmittels in der Nährstofflösung. So bleibt das System frei von Krankheitserregern und das Risiko von Wurzelfäule wird stark verringert.

Canusol hat mit SanaCan ein speziell entwickeltes Sanitizing Agent für Hydroponik- und DWC-Systeme auf den Markt gebracht. Durch die permanente Anwendung von 1 ml pro Liter Nährstofflösung lässt sich das System zuverlässig stabilisieren und Wurzelfäule sowie andere Pathogene effektiv verhindern.

Fazit: Cannabis erfolgreich im DWC-System anbauen

Dieser Artikel beschreibt die technischen Grundlagen für den erfolgreichen Cannabis-Anbau im DWC-System. Wenn die Vorgaben konsequent umgesetzt und die genannten Parameter eingehalten werden, sind einzigartige Wachstumsraten und höchste Erträge von qualitativ hochwertigen Cannabisblüten möglich.

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