Cannabis-Stecklinge in Erde ansetzen

Cannabisstecklinge in Erde ansetzen

Cannabisstecklinge in Erde anzusetzen ist grundsätzlich einfach, wenn man vorsichtig arbeitet und die ersten Tage nicht übertreibt. Der Steckling hat zwar bereits Blätter und einen kleinen Stamm, ist aber nach dem Umsetzen noch empfindlich. Er muss sich zuerst an das neue Substrat gewöhnen und im Topf neue Wurzeln bilden.

Am besten startet man mit gesunden, bewurzelten Stecklingen. Die Wurzeln sollten bereits sichtbar sein, bevor der Steckling in Erde gesetzt wird. Unbewurzelte Stecklinge direkt in Erde zu setzen ist deutlich unsicherer und führt häufiger zu Ausfällen. Für einen einfachen Start eignet sich eine leicht vorgedüngte Erde, zum Beispiel eine Growerde oder ein Light Mix.

Beim Einsetzen sollte die Erde locker in den Topf gefüllt werden. Sie darf nicht stark zusammengedrückt werden, weil die jungen Wurzeln Sauerstoff brauchen. Danach macht man in der Mitte ein kleines Loch, setzt den Steckling mit dem Anzuchtwürfel vorsichtig hinein und bedeckt die Wurzeln vollständig mit Erde. Der Steckling sollte stabil stehen, aber nicht zu tief eingegraben werden.

Nach dem Einsetzen wird die Erde vorsichtig angegossen. Das Wasser sollte zimmerwarm sein. Wenn möglich, wird derpH-Wertvorher auf etwa 6,0 bis 6,8 eingestellt. Wichtig ist, dass das Substrat gleichmäßig feucht wird, aber nicht komplett nass bleibt. Die Erde soll guten Kontakt zum Anzuchtwürfel haben, damit die Wurzeln später sauber in das neue Substrat wachsen können.

In der ersten Woche sollte noch nicht gedüngt werden. Der Steckling ist in dieser Phase vor allem damit beschäftigt, im neuen Topf anzuwurzeln. Zu frühes Düngen kann die junge Pflanze stressen und das Anwachsen eher bremsen. Eine leicht vorgedüngte Erde reicht für diesen Start normalerweise aus.

Ab der zweiten Woche kann langsam mit der Nährstoffversorgung begonnen werden. Mit der Canusol Liquid Mineral Soil Line Grow kann man zu Beginn mit etwa 2 ml/L arbeiten. Sobald der Steckling sichtbar angewachsen ist und aktiv neues Wachstum zeigt, kann die Dosierung auf den normalen Richtwert von etwa 3,5 ml/L erhöht werden.

Auch das Licht sollte am Anfang nicht zu stark sein. Stecklinge brauchen zwar Helligkeit, aber keine maximale Lichtintensität direkt nach dem Umsetzen. Zu starkes Licht erhöht den Wasserbedarf und kann die noch schwache Wurzelzone überfordern. Besser ist ein heller Standort mit moderater Lichtintensität, bis die Pflanze stabil angewachsen ist.

Die Erde sollte in dieser Phase weder austrocknen noch dauerhaft nass bleiben. Zu nasses Substrat ist einer der häufigsten Fehler beim Ansetzen von Stecklingen. Wenn die Erde zu lange nass bleibt, fehlt Sauerstoff im Wurzelbereich und das Wachstum wird gebremst. Deshalb lieber kontrolliert gießen und erst wieder Wasser geben, wenn der Topf spürbar leichter wird.

Nach etwa ein bis zwei Wochen sollte der Steckling sichtbar neues Wachstum zeigen. Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass er im neuen Topf angekommen ist. Ab diesem Zeitpunkt kann die Pflanze Schritt für Schritt normal weitergeführt werden.

Fazit

Beim Ansetzen von Cannabisstecklingen in Erde sind vor allem ein gesunder, bewurzelter Steckling, lockere Erde und vorsichtiges Angießen entscheidend. In der ersten Woche sollte nicht gedüngt werden, damit sich die Pflanze auf das Anwurzeln konzentrieren kann. Ab der zweiten Woche kann mit einer mildenGrow-Dosierung begonnen und später auf den normalen Richtwert erhöht werden.

Im nächsten Abschnitt schauen wir uns an, wann Cannabis umgetopft werden sollte und warum die richtige Topfgröße für ein gesundes Wachstum wichtig ist.

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