Richtiges Gießen gehört zu den wichtigsten Grundlagen im Cannabisanbau in Erde. Viele Probleme entstehen nicht durch zu wenig Dünger, sondern durch falsches Gießen. Meist wird entweder zu oft oder zu viel gegossen. Dabei brauchen die Wurzeln nicht nur Wasser, sondern auch Sauerstoff.
Wenn Erde dauerhaft zu nass ist, fehlt Luft im Wurzelbereich. Dann wächst die Pflanze langsamer und die Nährstoffaufnahme wird schlechter. Wird dagegen zu selten gegossen, trocknet die Pflanze aus und gerät ebenfalls unter Stress. Entscheidend ist also nicht einfach „viel Wasser“, sondern ein gleichmäßiger Wechsel aus Feuchtigkeit und leichter Abtrocknung.
Am besten gießt man nicht nach einem starren Kalender, sondern achtet auf den Zustand des Topfs. Eine gute Hilfe ist das Topfgewicht. Direkt nach dem Gießen ist der Topf deutlich schwerer. Wenn er spürbar leichter geworden ist, ist es meist Zeit für den nächsten Gießvorgang. Auch die obersten Zentimeter Erde dürfen leicht antrocknen, bevor wieder gegossen wird.
Beim Gießen selbst sollte das Wasser langsam und gleichmäßig verteilt werden. Ziel ist, dass das gesamte Substrat einmal vollständig durchfeuchtet wird. Dabei sollte immer mit etwas Drain gearbeitet werden. Als Richtwert sind etwa 10 bis 20 % Drain sinnvoll. Das bedeutet: Ein kleiner Teil der Gießlösung läuft unten aus dem Topf heraus. So wird sichergestellt, dass das Substrat vollständig benetzt wurde und sich keine Salze unnötig im Topf aufbauen.
Staunässe sollte trotzdem vermieden werden. Drain ist nicht dasselbe wie stehendes Wasser. Was unten aus dem Topf läuft, sollte nach dem Gießen entfernt werden, damit die Pflanze nicht dauerhaft im Wasser steht.
Als einfache Orientierung funktioniert es oft gut, pro Gießvorgang ungefähr 20 bis 25 % des Topfvolumens an Gießlösung zu geben. Bei einem 10-Liter-Topf sind das grob etwa 2 bis 2,5 Liter. Entscheidend ist aber nicht nur die Menge, sondern dass am Ende ein kleiner Drain entsteht und der Topf danach wieder kontrolliert abtrocknen kann.
Wie oft gegossen werden muss, hängt von mehreren Faktoren ab. Kleine Töpfe trocknen schneller aus als große. Mehr Licht und höhere Temperaturen erhöhen ebenfalls den Wasserverbrauch. Auch größere Pflanzen trinken deutlich mehr als kleine. Deshalb kann der Abstand zwischen den Gießvorgängen je nach Phase sehr unterschiedlich sein.
Bei der Düngung auf Erde ist ein einfaches und abgestimmtes System sinnvoll. Die Canusol Liquid Mineral Soil Line ist speziell für den Anbau auf Erde entwickelt. Sie versorgt die Pflanze je nach Phase mit den passenden Nährstoffen und ist so aufgebaut, dass keine zusätzlichen Produkte wie CalMag oder PK-Booster nötig sind. Ein weiterer Vorteil ist, dass der pH-Wert der Nährlösung automatisch angepasst wird. Dadurch bleibt die Anwendung einfach und besonders einsteigerfreundlich.
Wenn eine vorgedüngte Erde verwendet wird, braucht die Pflanze in den ersten ein bis zwei Wochen meist noch keinen zusätzlichen Dünger. Danach kann die Nährstoffversorgung passend zur Wachstumsphase gestartet werden. Wichtig ist dabei, Gießen und Düngen nicht als zwei getrennte Dinge zu sehen. Die Nährstoffe kommen über das Gießwasser zur Pflanze, deshalb muss beides zusammenpassen.
Richtiges Gießen in Erde bedeutet, das Substrat vollständig und gleichmäßig zu durchfeuchten, ohne die Wurzeln dauerhaft nass stehen zu lassen. Ein Drain von etwa 10 bis 20 % hilft, das Substrat sauber zu versorgen und Salzaufbau zu vermeiden. Mit passenden Gießabständen und der Canusol Liquid Mineral Soil Line bleibt die Versorgung einfach, weil die Nährstoffe auf Erde abgestimmt sind und der pH-Wert automatisch angepasst wird.
Im nächsten Abschnitt schauen wir uns den Unterschied zwischen LED und HPS an und warum moderne LED-Lampen heute in vielen Setups die bessere Wahl sind.